Thema des Monats: Nahrungsmittelallergie und -intoleranz

© iStockphoto, Niko Guido
Lebensmittelallergie und Lebensmittelintoleranz sind zwei völlig verschiedene Dinge: Eine Lebensmittelallergie ist eine immunologische Reaktion, die häufig, aber nicht immer IgE-mediiert ist. Die Symptome betreffen daher nicht nur den Verdauungstrakt, sondern auch Haut, Respirationstrakt und das Herz-Kreislauf-System. Im Gegensatz dazu ist die Nahrungsmittelunverträglichkeit eine metabolische Erkrankung und hat mit Immunologie nichts zu tun. Die Laktose- und Fruktose-Unverträglichkeit sowie die Histaminunverträglichkeit stehen bei den Nahrungsmittelintoleranzen an erster Stelle.

Zöliakie
(DFP-Literatur)

© iStockphoto, Dimitrije Tanaskovic
Bei vielen Betroffenen manifestiert sich die Zöliakie nur noch mit einem Leitsymptom oder sogar nur mit extraintestinalen Beschwerden. Bei Kindern ist das Durchschnittsalter, bei dem die Diagnose gestellt wird, von zwei auf sieben Jahre gestiegen. Derzeit kommen auf einen diagnostizierten Zöliakie-Patienten zwischen fünf und zehn Personen, bei denen die Erkrankung noch nicht diagnostiziert wurde.

Univ.-Prof. Dr. Almuthe Hauer

>> zum Literaturstudium

Österreichische Beikostempfehlungen
(DFP-Literatur)

Foto: BilderBox.com
Die Ernährung des Säuglings im ersten Lebenshalbjahr ist durch die einheitliche Empfehlung des ausschließlichen Stillens, geprägt. Muttermilch ist auch heute nach wie vor die optimale und beste Ernährung für den Säugling. Dieser Erkenntnis, so alt sie sein mag, wird auch durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse nicht in Frage gestellt, ganz im Gegenteil, es finden sich durchwegs bestätigende Ergebnisse dieser alten Empfehlung.

Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer

Chronische Durchfallerkrankung
(DFP-Literatur)

Foto: istockphoto

Die chronische Diarrhoe bleibt nach wie vor eine klinische Herausforderung. Infektiöse Ursachen, aber auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten stellen häufige Ursachen dieser Erkrankung dar. Die Liste möglicher Ursachen und in Frage kommender diagnostischer Tests zur Abklärung ist lang.

Univ.-Prof. Dr. Heinz F. Hammer

Allergische Atemwegserkrankungen
(DFP-Literatur)

Foto: IGAV - iStock
Aufgrund der Häufigkeit allergischer Erkrankungen ist eine frühzeitige Diagnostik bereits bei Allergieverdacht unumgänglich. Nur eine frühzeitige Diagnose kann auch zu adäquater Therapie führen. Je nach Beschwerdeausmaß reicht heute das therapeutische Spektrum von symptomatischer Medikation bis hin zur spezifischen Immuntherapie. Ein Überblick.

mehr >>

Nahrungsmittelallergien: Die Allergie-Multiplikatoren

Univ.-Prof. DI Dr. Barbara Bohle, Foto: Barbara Krobath
Ist man gegen ein Nahrungsmittel allergisch, folgen im Laufe der Zeit oft weitere Allergien mit teilweise schwerwiegenden Folgen. Einem Expertenteam der Medizinischen Universität Wien gelang nun der Nachweis eines Mechanismus, der für die erfolgreiche Behandlung solcher Allergien von Bedeutung ist.

mehr >>

Nahrungsmittelallergien: Eine diätologische Herausforderung

Foto: iStockphoto/Igor Dutina
Oft ist es ein holpriger Weg von der Diagnostik einer Nahrungsmittelallergie bis zu ihrer Therapie – nicht zuletzt aufgrund der Komplexität der Beschwerden und der individuellen Spezifität der Auslöser.

mehr >>

„Das Epithel bestimmt die Immunantwort“

Univ.-Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim, Foto: privat
Wird ein Antigen toleriert oder löst es eine Sensibilisierung aus? Die Entscheidung darüber fällen neben dendritischen Zellen auch bereits Epithelzellen – in der Lunge wie im Darm, erklärt Univ.-Prof. Dr. Erika Jensen-Jarolim.

mehr >>

Allergische Rhinitis: Konkurrenz für Antihistaminika

Foto: BilderBox.com
Um den Symptomen allergischer Rhinitis zu begegnen, gelten Antihistaminika derzeit als Mittel der Wahl. Dies könnte sich bald ändern: Eine randomisierte Doppelblindstudie kam zu dem Ergebnis, dass ein Pflanzenextrakt aus der Pestwurz (Petasolbutenoat-Komplex, Ze 339) schneller und wirksamer geschwollene Nasenschleimhäute bekämpft als das Antihistaminikum Desloratadin.

mehr >>

Unverträglichkeiten bei Nahrungsmitteln

Foto: BilderBox.com
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -intoleranz handelt es sich um eine Überempfindlichkeit gegen einen bestimmten Nahrungsbestandteil wie z.B. Histamin, Fruktose oder Laktose. Dieser Nahrungsbestandteil kann nicht ausreichend verwertet werden. Art und Intensität der Symptome variieren individuell und können sogar bei derselben Person tagesverfassungsabhängig unterschiedlich ausfallen.

mehr >>

Nahrungsmittel (v)erträglich machen

Foto: www.BilderBox.com
Es gibt zwei Möglichkeiten, mit Lebensmittelunverträglichkeiten fertig zu werden: entsprechende Speisen zu meiden oder die fehlenden Enzyme zu substituieren. Letzterer Lösungsansatz ist mit einer höheren Lebensqualität verbunden und hilft, Mangelerscheinungen zu vermeiden.

mehr >>

50 Jahre Verband der Diaetologen Österreich
Beratungskompetenz Ernährung

Foto: Verband der Diaetologen/B. Noll
Der Verband der Diaetologen Österreichs feierte kürzlich sein 50-jähriges Jubiläum. Medical Tribune nahm dies zum Anlass, mit Andrea Hofbauer, der Präsidentin des Verbandes, ein Gespräch über die Verankerung des Berufs im österreichischen Gesundheitssystem zu führen.

mehr >>

Hypnosetherapie hilft beim Reizdarm

Bild
„Wir haben ein hochsensibles Nervensystem im Darm, das viel emotionales Erfahrungswissen, viel Unbewusstes speichert“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Gabriele Moser von der Universitätsklinik für Innere Medizin III am AKH Wien bei den Ärztetagen in Grado.

Zöliakie

Bild
Die Zöliakie ist eine immunologisch bedingte, lebenslang bestehende Enteropathie, die bei genetisch prädisponierten Personen durch das in unseren heimischen Getreidesorten enthaltene Klebeeiweiß Gluten ausgelöst wird. Weil betroffene Patienten lebenslang eine glutenfreie Diät einhalten müssen, ist die sichere Diagnosestellung unerlässlich. Als die beiden wichtigsten diagnostischen Parameter gelten der Nachweis Zöliakie-spezifischer Antikörper und die Zöliakie-typische Histologie in Dünndarmbiopsien.

mehr >>

Laktoseintoleranz

Foto: Bilderbox
Hat man als Ursache unklarer Bauchschmerzen eine Milchzucker-Unverträglichkeit entlarvt, heißt die Therapie Diät. Ganz so konsequent muss der Patient Laktose aber meist gar nicht weglassen. Und bei sekundären Formen der Laktoseintoleranz kann er nach der Therapie oft sogar wieder Milch trinken..

mehr >>

Fruktoseintoleranz

© iStockphoto, nicolebranan
Bei der Fruktosemalabsorption handelt es sich eher um ein „Lifestyle-Problem“ als um eine Krankheit. Der zuständige GLUT-5-Transporter ist hier meist völlig in Ordnung und lediglich durch das übermäßige Anfluten von Fruktose überfordert. Insbesondere in sog. Kindernahrungsmitteln („mit der Süße der Früchte ...“) und Fruchtsaftgetränken finden sich oft extrem hohe Mengen von Fruktose. Zudem hat der Fruktosekonsum in den letzten Jahren enorm zugenommen.

mehr >>

Österreichische Beikost-Empfehlungen
Richtig essen von Anfang an!

Foto: BilderBox – Erwin Wodicka
Wie Kinder von klein auf essen, prägt ihr Ernährungsverhalten für das ganze Leben. Unter dem Titel „Richtig essen von Anfang an“ hat das Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen des Nationalen Aktionsplan Ernährung gemeinsam mit der AGES einen Ernährungsfahrplan für Säuglinge ab dem sechsten Lebensmonat herausgegeben. MT hat die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

mehr >>

Risiko späte Einführung fester Nahrung

Foto: Bilderbox
Eine finnische Studie hat untersucht, wie sich der Zeitpunkt des Nahrungsaufbaus beim Baby auf das Sensibilisierungsrisiko gegen Inhalations- und Nahrungsallergene auswirkt. Finnische Wissenschafter haben Daten von 994 Kindern mit Typ-1-Diabetes-Prädisposition aus der Finnish Type 1 Diabetes Prediction and Prevention Nutrition Study analysiert.

mehr >>

Einsatz von SIT bei Kindern
Facts und FAQs

Foto: BilderBox.com
Auf der 2. Tagung für Pädiatrische Allergologie und Pneumologie in Wien Anfang März berichtete Dr. Eleonora Dehlink von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien über die derzeitige Datenlage zur Allergenspezifischen Immuntherapie (SIT) im Kindes- und Jugendalter und gab Antworten auf häufige Fragen.

mehr >>

Enzymzufuhr bei Fruktose-Malabsorption

 	Foto: istockphoto
Etwa fünf bis sieben Prozent der westlichen Bevölkerung leiden an einer Fruktose-Malabsorption, die nicht mit der seltenen Fruktose-Intoleranz zu verwechseln ist. Die Lösungsansätze bestehen in einer fruchtzuckerarmen Diät und/oder in der Zuführung von Enzymen, die die Verwertung von Fruktose unterstützen.

mehr >>

Masterstudium für Ärzte und Diätologen in Graz

Foto: BilderBox.com
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Praxisorientiertheit sind die Schwerpunkte eines neuen postgradualen Lehrgangs für Diätologen und Ärzte, der von der FH Joanneum und der Medizinischen Universität Graz gemeinsam angeboten wird. Die im deutschen Sprachraum einzigartige Ausbildung dauert vier Semester und berechtigt die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss einer Master-Arbeit zur Führung des akademischen Titels „Master of Science in Applied Nutrition Medicine“.

mehr >>

Foto: Bilderbox
Schalentiere sind gemeinsam mit Ei, Milch, Soja, Weizen, Erdnüssen und Fisch die häufigsten Auslöser für eine Nahrungsmittelallergie.