Thema des Monats: Gendermedizin

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Während sich der Begriff Geschlecht (englisch „Sex“) auf die biologische Ausrichtung eines Menschen bezieht und es als männlich oder weiblich definiert, greift der Begriff „Gender“ weiter. Gender berücksichtigt zwar auch die biologischen Funktionen, sieht jedoch die Prägung von „Mann“ und „Frau“ beeinflusst durch Umwelt, soziales Umfeld und Erfahrungen und beinhaltet, wie der Einzelne durch die Gesellschaft repräsentiert wird. Gender-Mainstreaming wiederum ist die Einführung des Prinzips der Geschlechtergerechtigkeit in alle Politikfelder und alle Handlungsfelder des öffentlichen Lebens – also auch in die Medizin und Gesundheitsvorsorge.

Wie Hormone auf das weibliche Gehirn wirken (DFP-Literaturstudium)

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Psychiatrische Erkrankungen sind zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt. Eine mögliche Ursache ist der Einfluss der Sexualhormone auf die Gehirnstruktur und neuronale Signalübertragung. Ein Überblick der Interaktion zwischen Sexualhormonen und Gehirn sowie Implikationen für die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen bei Frauen.

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Das Herz der Frau

Univ.-Prof. Dr.in Jeanette Strametz-Juranek, Foto: Barbara Krobath
Gender-Medizin mit Fokus auf die geschlechtsspezifischen Aspekte rückt in der Forschung zunehmend in den Mittelpunkt. Prof. Strametz-Juranek erklärt, wie sich in der Kardiologie zahlreiche Unterschiede zwischen Frau und Mann bei Risikofaktoren, Symptomatik, Diagnostik und Therapie feststellen lassen.

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Geschlechtersensible Psychiatrie:
Die psychiatrische Patientin in der Schwangerschaft
(DFP-Literaturstudium)

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Gerade die medikamentöse Therapie von Schwangeren stellt Psychiater vor eine besondere Herausforderung. Es gilt, die Mutter einer adäquaten Therapie zuzuführen und gleichzeitig das teratogene Risiko minimal zu halten. Ein Überblick über häufige Störungen und deren Behandlung.

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Gendermedizin: Frauen sind anders – Männer auch

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Geschlechtsspezifische Unterschiede spielen in der Medizin eine immer bedeutendere Rolle und sollten daher auch in der Praxis berücksichtigt werden.

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Gendermedizin – Profit für Frau & Mann

Univ.-Prof. Dr. Margarethe Hochleitner, Foto: Archiv
Eine noch relativ junge Wissenschaft stellt die Gendermedizin dar. „Sie bedeutet einen klaren Paradigmenwechsel“, weiß Univ.-Prof. Dr. Margarethe Hochleitner von der Univ.-Klin. für Innere Medizin und Vizerektorin der Medizinischen Universität Innsbruck. "Es gilt klarzumachen, dass Gendermedizin keine politische Idee, sondern ein wissenschaftlicher Zweig ist. Das Ziel ist, beiden Geschlechtern die bestmögliche, auf die Person zugeschnittene Medizin anbieten zu können.“

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Gender-Medizin in Innsbruck:
Auch Männer sollen profitieren

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Die Medizinische Universität möchte sich mit Gender-Medizin in Lehre und Forschung profilieren. Geschlechtsspezifische Herangehensweisen sollen nicht nur Frauen nutzen.

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Depression: Die Stresskrankheit bei Frau und Mann

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Männer und Frauen haben – bei gleicher biologischer Vulnerabilität – unterschiedliche Coping-Strategien in Bezug auf Stressoren. Depressionen scheinen daher bei Männern nicht seltener vorzukommen, sondern viel eher unterdiagnostiziert zu sein. In der Depressionsdiagnostik bei Männern herrscht Nachholbedarf.

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Berücksichtigung des Geschlechts in der pharmakologischen Therapie

Professor Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek Dirktorin des Instituts für Geschlechterforschung in der Med
Arzneimittel wirken bei Frauen und Männern unterschiedlich. Auch Nebenwirkungen treffen die Geschlechter nicht in der gleichen Form. Sie treten zudem bei Frauen 1,5-mal häufiger auf als bei Männern. Die Entwicklung von Medikamenten berücksichtigt Unterschiede von weiblichem und männlichem Organismus und Stoffwechsel jedoch oft nicht.

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Geschlechtersensible Psychiatrie:
Unipolare Depressionen prä- und postnatal

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Psychische Erkrankungen in der Schwangerschaft und im Wochenbett zeigen für Frauen eine bedeutsame Vulnerabilität an, die eine erstrangige Herausforderung für eine differenzierte psychiatrische Betreuung bilden.

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Metabolisches Syndrom

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Frauen sind anders. Das gilt auch für das metabolische Syndrom. In jeder Lebensphase gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede, was Risiko, Diagnostik und Therapie betrifft. Und sie werden nicht erst im fortgeschrittenen Alter relevant.

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Frauen belasten ihre Gelenke anders

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Krankheiten des Bewegungsapparats sind mit Schmerzen, Funktionseinschränkungen und vor allem bei chronischen Erkrankungen mit Verlust von Lebensqualität assoziiert. Ihre Prävalenz ist bei Frauen eindeutig höher als bei Männern. Ein Überblick über geschlechtsspezifische Aspekte in der muskuloskelettalen Medizin.

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Wie Frauen Schmerz erleben

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Frauen leiden weltweit häufiger als Männer unter chronischen Schmerzen und sind oft unterbehandelt. Die erhöhte Prävalenz bei Frauen hat biologische, soziopsychologische und kulturelle Gründe, für die Unterbehandlung sind zudem ökonomische und politische Faktoren maßgeblich.

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Psychoberatungsstelle für Frauen in Wien

 	PSYCHIATRISCHE BERATUNGSSTELLE FÜR FRAUEN
Lebenskrisen, psychische und soziale Probleme, Angst vor Psychopharmaka und Unsicherheit bezüglich deren Nebenwirkungen ... mit all diesen Sorgen und Fragen können sich Patientinnen an die Sozialpsychiatrische Beratungsstelle des PSD wenden, die speziell für Frauen eingerichtet wurde. MT sprach mit der Leiterin, Univ.-Prof. Dr. Anita Holzinger, AKH Wien.

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Frauen auf Intensiv schlechter dran?

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Aus der Kardiologie ist seit Längerem bekannt, dass bei Frauen sowohl diagnostisch als auch therapeutisch andere Wege gegangen werden als bei Männern. Ähnliche Phänomene gibt es auch in der Intensivmedizin: Der Frauenanteil an Intensivstationen ist geringer, und die vorgenommenen Maßnahmen beim weiblichen Geschlecht sind weniger invasiv. Trotzdem scheint das Outcome nicht schlechter zu sein.

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Frauenkarrieren in der Medizin

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Seit über hundert Jahren dürfen Frauen an österreichischen Universitäten studieren. Sie belegen mittlerweile mehr als die Hälfte der Studien- und Turnusplätze in der Medizin. Am Weg zur Karriere gibt es jedoch viele Hindernisse. Je weiter oben in der Hierarchie der Spitäler und Medizin-Unis, umso seltener sind Frauen anzutreffen. Es wird daher an Strategien gearbeitet, um qualifizierten Frauen den Weg nach oben zu ermöglichen.

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Vizerektorinnen an der Med Uni Graz

Die beiden Vizerektorinnen der Med Uni Graz Univ.-Prof. Dr. Irmgard Lippe und Univ.-Prof. Dr. Andrea
Seit April des Vorjahres weht ein frischer Wind durch die Führungsetage der Medizinischen Universität Graz. Viel zum geänderten Klima trägt bei, dass zwei der fünf Mitglieder des neuen Rektorats Frauen sind. Univ.-Prof. Dr. Andrea Langmann ist Vizerektorin für Personal und Gleichstellung, Univ.-Prof. Dr. Irmgard Lippe Vizerektorin für Forschung. Als Mütter von jeweils drei Kindern ist Frauenförderung für die beiden Vizerektorinnen kein Lippenbekenntnis, sondern selbstverständlicher Bestandteil ihrer täglichen Arbeit.

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Univ.-Prof. Dr. Marianne Springer-Kremser

Univ.-Prof. Dr. Marianne Springer-Kremser
Sie ist eine der Grandes Dames der österreichischen Medizin: Univ. Prof. Dr. Marianne Springer-Kremser, Ordinaria der Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie. Die Österreichische Gesellschaft für Psychosomatik in Gynäkologie und Geburtshilfe widmete die Jahrestagung ihrem Lebenswerk. Mit Medical Tribune sprach Prof. Springer-Kremser über Psychiatrie, Sexualität, Psychosomatik und ihren Zugang zum Feminismus.

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Geschlechtsunterschiede des Plazeboeffekts

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Frauen reagieren auf ihre Umwelt eher aus dem bisherigen Erfahrungsschatz heraus, Männer lassen sich eher durch Suggestion beeinflussen.

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Gequälte Männerhaut braucht Hilfe

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Das Integument von Männern hat es nicht leicht, intakt zu bleiben. Auf jede erdenkliche Weise geschunden und malträtiert, brennt, juckt und spannt es vor sich hin. Geben Sie Ihren männlichen Patienten Tipps, wie sie ihre Haut beruhigen.

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Geschlechtsspezifische Unterschiede bei fortgeschrittenem Darmkrebs

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In einer Metaanalyse wurden von amerikanischen Wissenschaftern geschlechtsspezifische Unterschiede in der Häufigkeit fortgeschrittener Karzinome belegt. 18 Studien mit über 900.000 weiblichen und männlichen Studienteilnehmern ergaben, dass Männer zu 83 % häufiger an einem fortgeschrittenen Karzinom erkranken als Frauen gleichen Alters.

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Burnout: Wie Frau und Mann ausbrennen

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Mehr als 20 Prozent der ÄrztInnen haben manifeste Burnout-Symptome. Bei den Entstehungsbedingungen von Burnout lassen sich geschlechtsspezifische Faktoren festmachen. Unterschiedliche Verhaltensmuster von Frauen und Männern sowie soziale Bedingungen spielen hierbei eine Rolle.

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Gender und Medizin

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Noch vor 50 Jahren galt es schlichtweg als „unwissenschaftlich“, bei medizinischen Studien zwischen Männern und Frauen zu unterscheiden. Heute wird immer mehr Medizinern und Gesundheitspolitikern die Bedeutung des „Gender-Aspektes“ in der Medizin bewusst. Um diese „Querschnittsmaterie“ weiter voranzutreiben, haben sich Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder und Univ.-Prof. Dr. Brigitte Lohff zusammengetan, um das Lehrbuch „Gender Medizin“ herauszugeben.

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Österreichische Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin (ÖGGS)

Die ÖGGSM wurde 2007 gegründet und stellt eine interdisziplinäre ärztliche Gesellschaft dar, die sich zur Aufgabe gemacht hat, biologische und soziale Unterschiede von Frauen und Männern zu untersuchen, geschlechtsspezifische Forschung zu unterstützen und durch Vorträge und Fortbildungsveranstaltungen im medizinischen Bereich aber auch im Rahmen von Laienvorträgen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern während des gesamten Lebenszyklus aufmerksam zu machen.

Die 3. Jahrestagung der ÖGGSM wird in Kooperation mit der burgenländischen Ärztekammer am 9. und 10.04.2010 in Eisenstadt veranstaltet. Wie auch 2009 wird es auch 2010 wieder einen Abstractpreis für das beste Abstract geben. Informationen zur Abstracteinreichung unter www.gendermedizin.at

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Fortbildungs-
Tipp

10. bis 12.9.2009

9. Kongress der interdiziplinären Gesellschaft für die psychische Gesundheit von Frauen und Genderfragen (GPGF)


Ort: Basel

Fortbildungs-
Tipp

6. bis 11.10.2009

World Congress on Men’s Health & Gender


Ort: Wien

Fortbildungs-
Tipp

6. bis 8.11.2009

4th Congress of the International Society of Gender Medicine (IGM)


Ort: Berlin

Billrothhaus

Wissenschaftliche Sitzung zum Thema "Gender Medizin" vom 10.12.2008

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Web-Tipp

Organisation der Ärztinnen Österreichs
Am 25. Oktober 1919 wurde die MWIA (Medical Women’s International Association) in New York gegründet. Im selben Jahr konstituierte sich die „Organisation der Ärztinnen Österreichs“. Wichtigstes Ziel ist, dass Frauen sich gegenseitig fördern, damit mehr Frauen in Führungspositionen gelangen, um gemeinsam eine höhere soziale Kompetenz zu erreichen. Vom 15. bis 16. Mai 2009 fand die zentraleuropäische Tagung „Die Frau in der Medizin“ in Wien statt.
www.aerztinnen
bund.at