Psychiatrische Patienten waren früher arm dran: War
doch das Wissen über den Gehirnstoffwechsel begrenzt, und die
verfügbaren Medikamente hatten schwere Nebenwirkungen. So
wurden sie entweder gar nicht genommen, und wenn doch, trugen
sie zusätzlich zur Stigmatisierung der Betroffenen bei. Schizophrenie
galt als unheilbar, und Angststörungen wurden erst
gar nicht behandelt. Auf der anderen Seite sah aber auch die
Ausbildung junger Psychiater ein wenig anders aus als heute, erinnert
sich Univ.-Prof. Dr. DDr.h.c. Siegfried Kasper, Leiter der
Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Wien.
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